Lebnsfreude und Lernfreude gehören zusammenZu ihrem Jubiläum hatte die Stiftung "EIGEN-SINN" zusammen mit Freudenstädter Schulen, der Volkshochschule und dem Verein "Sprungbrett" zu einem Vortrag in das Foyer der Keplerschule eingeladen.
Der bekannte Arzt, Psychotherapeut und Buchautor Eckhard Schiffer referierte über das Thema "LernGesundheit". Viele Eltern, leider vorwiegend nur Mütter, wurden von Schulleiterin Perdita Toll und Hans-Martin Haist, Leiter der Stiftung "EIGEN-SINN" begrüßt.
Mit Geschichten, vielen Bildern und Beispielen aus seiner therapeutischen Arbeit als Chefarzt ging Eckhard Schiffer sehr lebendig auf das weitreichende Thema ein.
Was hat Lernen mit Gesundheit zu tun und auch noch mit Lebensfreude?
Lebensfreude und Lernfreude in der Schule und anderswo zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag. Ausführlich schilderte dies der Referent an der bekannten Geschichte von Huckleberry Finn.
Er wurde zum Beispiel deswegen nicht süchtig, weil er seine Sehnsüchte bereits als Kind konkret ausleben durfte und konnte.
Schiffer fordert für Kinder und Jugendliche Freiräume ohne krank machende Normen, Regeln und Anpassungsdruck, in denen sich Fantasiekräfte und Gemütskräfte zu entwickeln vermögen.
Kinder wollen und müssen wahrgenommen werden, führte der Referent aus. Man müsse mit den Kindern sprechen, singen und sich mit ihnen beschäftigen und ihnen aufmerksam zuhören. "Wenn Kinder keine Angst haben, dann lernen sie optimal", war das Fazit der Ausführungen.
Großen Wert legt Schiffer auf die "Gute-Nacht-Geschichte" als Lernhilfe. Kinder bekämen dabei eigene, innere Bilder. Außerdem sei die Leseförderung das A und O für "Starke Kinder für eine bessere Zukunft".
Nach zwei Stunden lehrreichem Vortrag gab es langen und lebhaften Beifall.
Nach einer kurzen Diskussion überreichte Hans-Martin Haist ein Geschenk an den Redner.
(Quelle: Schwarzwälder Bote Oktober 2004)
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