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Süßer Jubel erkling in Schömberger Kirche

Fröhlich machender Abend mit dem Vocalensemble Cantiamo in

sorgenvoller Zeit

 

Von Hannes Kuhnert

 

»Indulci jubilo«, süßer Jubel, erklang zum Ende der Weihnachtszeit am Abend des Dreikönigstages in der evangelischen Kirche in Schömberg.

Das Gotteshaus konnte nicht allen Besuchern des Benefizkonzerts zu Gunsten der Stiftung »Eigen-Sinn« Platz bieten.

Das Alpirsbacher Vocalensemble Cantiamo hatte erstmals in seinem zehnjährigen Bestehen eine Reihe von vier Weihnachtskonzerten einstudiert. Das Ensemble, 16 Frauen, Schülerinnen der Gesangsschule von Wolfgang Meusel in Alpirsbach, präsentierte sich als gut geschulter, disziplinierter Chor auf erstaunlich hohem Niveau und mit einigen herausragenden Stimmen.

Wolfgang Meusel, künstlerischer Leiter, der mit sparsamer Gestik einfühlsam dirigierte, hatte mit viel Bedacht ein Programm zusammengestellt, das die Weihnachtsbotschaft auch über die eigentliche Weihnachtszeit hinauszutragen vermochte. Schöne alte Weihnachtslieder wie »Süßer die Glocken nie klingen« oder der wunderschöne Doppelkanon des Tiroler Weihnachtsliedes »Es wird schon glei dumpa« verströmten anheimelnde Atmosphäre.

In wechselnder Besetzung und mit bemerkenswerten solistischen Leistungen gelang es, auch bei einem weithin bekannten Liedgut ein spannungsreiches Konzert zu gestalten. Drei modernere, zum Teil sehr schwierige Weihnachtslieder in englischer Sprache mit Klavierbegleitung, von der engen Empore gesungen, brachten zwar Abwechslung, doch dann freute man sich wieder auf die traditionellen Lieder, wie sie eben nur zur Weihnachtszeit gesungen werden. Herausragend der vierstimmige Kanon »Es ist ein Ros` entsprungen«, mit dem der Chor seine ganze Bandbreite aufblätterte.

Martin Kalmbach an der Orgel und am Klavier war mehr als nur Begleiter und setzte mit kurzen Zwischenspielen von Bach und Heinrich Riethmüller eigene Akzente. Namens der Stiftung »Eigen-Sinn« dankte Ulrike Haist für den zahlreichen Besuch und den »fröhlich machenden Abend« in einer sorgenvollen Zeit.

(Quelle: Schwarzwälder Bote Januar 2005)